Veröffentlicht am: Apr 26, 2015

Der Flötenunterricht Teil1

Hi, mein Name ist Torsten, ich möchte mit dir anfangen Flöte zu spielen.

Das bin ich

Als erstes möchte ich dir einige allgemeine Tipps da zu geben.
Also gehen wir es langsam an....

Ein guter Flötenansatz braucht Zeit um sich zu entwickeln, dass geht nicht innerhalb weniger Tage. Üb das Anblasen der Flöte in der tieferen Lage, bis es wirklich bei jedem Versuch leicht und sicher funktioniert. Setz das Instrument immer wieder neu an und experimentier mit der Stellung der Flöte (etwas nach innen oder außen drehen, minimal höher oder tiefer ansetzen), der Lippen (Unterlippe und -kiefer etwas weiter vor oder zurück nehmen, mehr oder weniger Spannung der Lippen) und des Kopfes (Blickrichtung höher oder tiefer) bis du mit dem Klang der Töne zufrieden bist.

Im Normalfall beschäftigt das einen Anfänger für mindestens ein bis zwei Wochen. Am besten übst du vor dem Spiegel, so kannst du dich selbst beobachten und erkennen, welche Auswirkungen deine Experimente haben.

Die Querflöte gehört der "zweiten Gruppe der Holzblasinstrumente" an. Im Gegensatz zu einer Klarinette oder einem Fagott, die zur ersten Gruppe der Holzblasinstrumente gezählt werden, wird bei der Flöte ohne Hilfe eines Rohrblattes ein Ton erzeugt. Das Prinzip der Tonerzeugung bei einer Querflöte ist der einer (Orgel-) Pfeife sehr ähnlich.

Wie wird der Ton erzeugt?

Lege die Flöte mit der Lippenplatte unterhalb der Unterlippe an.

Die Flöte erzeugt einen Ton, wie folgt:
In der (hohlen) Flöte ist eine sogenannte Luftsäule eingeschlossen. Die Öffnungen wie Mundloch, Fingerlöcher und Rohrende sind relativ klein und wirken wie ein poröser Abschluss. Durch das Anblasen der Flöte geschieht zweierlei:

  1. beim Auftreffen auf das Labium wird der Luft-Strahl turbulent und instabil. Es gelangt also neue Luft ins Innere und fließt unter Wirbelbildung, wie zum Beispiel Wasser in der Badewanne abfliesst, nach unten ab. Mit der Tonerzeugung hat sie nichts zu tun und stört auch nicht weiter
  2. die Luftsäule beginnt zu schwingen, als Folge wird der Strahl in die Bohrung hinein und wieder heraus gestoßen. Der Strahl beginnt mitzuschwingen und pendelt schließlich zwischen Außen- und Innenseite des Labiums. So ändert er den Luftdruck periodisch und verstärkt die schon existierende Schwingung im Resonator. Die ausgestoßene Luft trifft mit einer bestimmten Geschwindigkeit auf das Labium.
Anblasen der Flöte

Dieser Wert ist vor allem beim Überblasen von Tönen in eine höhere Oktave von Bedeutung, da nicht nur mit Hilfe von Griffänderungen eine höhere Schwingung erzeugt werden kann, sondern auch durch Erhöhung der Luftgeschwindigkeit, was als Überblasen bezeichnet wird.

Das bedeutet, dass du bei einem gleichen Griff durch veränderten Ansatz einen höheren Ton erzeugen kannst. Wesentlicher Faktor dabei ist, dass du für den hohen Ton eine größere Luftgeschwindigkeit brauchst. Meine Anfänger lasse ich zur Vorbereitung Seifenblasen pusten. Immer abwechselnd eine große Blase (geringe Luftgeschwindigkeit, ähnliches Blasgefühl wie beim tiefen Ton) und viele kleine Blasen (höhere Luftgeschwindigkeit, ähnliches Blasgefühl wie beim hohen Ton). Außerdem hilft es, wenn du versuchst die Tonhöhe mit dem Blick zu steuern. Such dir einen Punkt an der Wand, etwa auf Augenhöhe, den du beim Spielen des unteren Tones anschaust. In dem Moment, wo du überblasen willst, richtest du den Blick auf einen höheren Punkt, kurz unter der Zimmerdecke. Das führt zu einer unbewußten Aufrichtung des Körpers und erleichtert das Überblasen.

Tonhöhe

Die geringste Frequenz, die eine Querflöte erzeugen kann, ist von ihrer gesamten Länge abhängig und bestimmt den Grundton des Instrumentes. Durch Öffnen einzelner Grifflöcher können andere Frequenzen erzeugt werden. Bei Querflöten erhält man den tiefsten Ton durch Schließen aller Löcher, wie es bei fast allen Holzblasinstrumenten der Fall ist. Durch Öffnen der Löcher vom Ende in Richtung des Mundstückes erhält man eine Tonfolge von tiefen zu hohen Tönen. Jedoch ist die Größe der Grifflöcher auch von Bedeutung. Je kleiner die Löcher sind, desto geringer ist der Tonunterschied zu einer geschlossenen loch, da weniger Luft entweichen kann.

Die Tonhöhe kann nicht nur durch Verkürzen der Luftsäule verändert werden, sondern auch durch eine andere Schwingungszahl bei gleicher Luftsäulelänge. Eine Veränderung der Schwingungszahl wird erreicht, indem man einen Schwingungsknoten erzeugt. Diese sind Stellen mit einem Druckminimum (Druck in der Flöte entspricht dem Druck außerhalb der Flöte), die durch Öffnen eines Loches des Instrumentes in der Mittel (Drittel, Viertel, etc.) erzeugt werden. So können sich nur Schwingungen ausbilden, die an disem Punkt einen Schwingungsknoten haben, die Frequenz erhöht sich.

Die genaue Form der Luftsäule ist nach wie vor Gegenstand der Forschung. Für den Klang bestimmend ist die Lage der harmonischen Teiltöne und ihrer Stärke zueinander. Lange und dünne Flöten sprechen leichter in der Höhe an und sind schwächer in der Tiefe, während lange und dicke Instrumente eine kräftige Tiefe bei schwieriger Höhe haben.

Die richtige Körperhaltung beim Flötespielen

Bevor du mit dem Greifen und dem eigentlichen Spielen der Querflöte beginnst, müsst du als Anfänger zunächst die richtige Körperhaltung und den optimalen Ansatzpunkt für das Instrument herausfinden.

Wichtig ist beim Querflötespielen auch und gerade für Anfänger das Erlernen einer möglichst offenen Körperhaltung, da erst dadurch das freie Zirkulieren der Atmung ermöglicht wird.

Fehlhaltungen können außerdem unangenehme Verspannungen hervorrufen und insofern auch das Flötenspiel negativ beeinflussen.

Eine grundlegende Übung für Anfänger besteht daher lediglich darin, die Flöte nach bestem Wissen an die Lippen zu legen und sich sodann der eigenen Muskelspannung gewahr zu werden, um Fehlhaltungen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Halte den Brustkorb geöffnet und angehoben ohne dafür ins Hohlkreuz zu gehen. Lasse deine Schultern sinken und bemühe dich, dein Oberkörper genau senkrecht zu halten.

So finden Anfänger den richtigen Ansatzpunkt

Generell gilt es, dass beim Flötespielen jeder seinen eigenen optimalen Ansatzpunkt bzw. die Position finden muss. Lege die Flöte mit der Kante der Lippenplatte, zentriert links und rechts auf Ober- und Unter-Lippe und rollen die Flöte nach unten, so dass etwa ein Drittel des Mundlochs von der Unterlippe bedeckt wird.

  • Achte in jedem Fall darauf, dass die Flöte nicht mit zu viel Druck an dem Mund anliegt.
  • Wenn du nur einen sanften Druck mit dem Instrument ausübst, kannst du Unterkiefer und Unterlippe weiterhin ungestört bewegen, was beim richtigen Spielen unbedingt erforderlich ist.
  • Auch und gerade als Anfänger lohnt es sich daher für dich, von Beginn an darauf zu achten, wie du die Querflöte an die Lippen anlegst.
  • Achten beim Üben dabei darauf, die Mundlochkante möglichst genau in der Mitte zu treffen.
  • Nachdem du die richtige Position für die Querflöte gefunden hast, kannst du versuchen, einen ersten Ton zu erzeugen.
  • Mit einem leichten Lächeln blase aus, wobei die aussrömende Luft das gegenüberliegende Labium treffen soll. Rolle die Querflöte bis du einen sauberen Ton findest.

Die Form der Lippen entspricht dabei ungefähr der Form deines Mundes, wenn du den Buchstaben "Ö" aussprichst.

Nun geht es richtig los

Das erstes Lied auf der Querflöte

C A A C Flöte spielen tut nicht weh.
Lern die Noten C und A dann geht alles wunderbar.
Grifftabelle für Sandner´s Flöten Teil 1
Grifftabelle für Sandner´s Flöten Teil 2

Weiter geht es im nächsten Teil: Der Flötenunterricht Teil2