Veröffentlicht am: Apr 20, 2015

Die Flöte / Querflöte

Hi, mein Name ist Vanessa und ich möchte euch etwas über die Flöte erzählen.

Das bin ich

Knochenflöten sind die ältesten archäologisch nachgewiesenen Musikinstrumente der Menschheit.
2009 wurde der Fund einer gut erhaltenen, aus dem Flügelknochen eines Gänsegeiers gefertigten Flöte aus dem Hohlefels auf der Schwäbischen Alb bekannt, die ca. 42.000–43.000 Jahre alt ist. Erst kürzlich ließen sich Mammutelfenbein-Stücke zu einer Flöte zusammenfügen, die mindestens drei Grifflöcher aufweisen.

Schon im frühen Mittelalter fuhren Spielleute in der klassichen Kombination Trommel / Flöte umher. Oft wurden die beiden Instrumente auch gleichzeitig von einer Person gespielt, also mit der einen Hand die Trommel, mit der anderen eine Einhand-Flöte. Die Spielleute waren nicht sonderlich angesehen und waren auch rechtlich meistens am Rande der Gesellschaft angesiedelt.

Auch heute noch sind Trommeln und einfache Flöten die Hauptinstrumente jedes Spielmannszuges. Das richtige Mengenverhältnis der beiden Hauptinstrumente ist sehr wichtig, ein hörbarer Richtwert ist 1 Trommel auf 4 Flöten.

Die Querflöte hat einen besonders weichen, warmen Klang, der viele Menschen wie magisch anzieht. Die Anblastechnik bei der Querflöte bedarf im Gegensatz zur Blockflöte ständiger geduldiger Übung. Der Ton entsteht, indem der Atem zielgerichtet über das ovale Mundloch geblasen wird. Die Frage des „guten Tons“ begleitet uns mit verläßlicher Regelmäßigkeit im Unterricht.
Die Haltung der Querflöte über einen längeren Zeitraum in der Horizontalen setzt eine gewisse Ausdauer und Muskelkraft voraus, die Kinder ab dem 9. bis 10. Jahr bewältigen können. In diesem Alter sind auch die Arme und Finger so lang, dass die Flöte gut gehalten werden kann.

So wird die Spielmannszugflöte richtig gehalten.

Üben – wie oft und wieviel?

Grundvoraussetzung für Fortschritte im Querflötenspiel ist das regelmäßige Üben. Täglich 15 Minuten zu üben bringt Ihnen viel mehr, als an einem Tag der Woche 2 Stunden zu üben.
Spielen Sie dabei nicht einfach Ihre Stücke durch, sondern greifen Sie sich die Stellen heraus, an denen es noch hakt.

Flöte zu spielen bildet das musikalische Gehör, rhythmische Gespür und die musikalische Ausdrucksfähigkeit. Die Bewegung der Finger auf den Löchern der Flöte unterstützt auch die Entwicklung der kindlichen Feinmotorik. Der Flötenunterricht sollte daher nie nur als Spaß für die Kinder betrachtet werden. Sie lernen dabei viel. Das geht mit Konzentration und regelmäßigem Üben am besten und führt zu schnellen Erfolgen. Für jüngere Kinder ist es hilfreich, wenn die Eltern zu Hause beim Üben dabei sind.

Einzel- oder Gruppenunterricht?

Nur mit meiner Freundin! Für viele Kinder hat sich das Instrumentlernen in Gruppen bewährt. Sie fühlen sich in der Atmosphäre unter Gleichaltrigen und -gesinnten wohl und lernen nicht nur von den Übungsleiter, sondern auch voneinander. Manchmal beflügeln sie sich regelrecht gegenseitig. Der Gruppenunterricht ermöglicht zusätzlich ein Ensemblespiel von Anfang an – die Kinder lernen bereits von ihrem ersten Ton, auf den Anderen zu achten, was neben der musikalischen Bildung auch eine soziale Komponente fördert.

Andere Kinder lernen lieber im Einzelunterricht, weil sie sich so besser konzentrieren können, die ungeteilte Aufmerksamkeit des Übungsleiters, haben und ihr eigenes Lerntempo unterrichtsbestimmend ist.
Im Gespräch finden wir heraus, welcher Unterrichtstyp für Sie bzw. Ihr Kind der passende ist.

Weiter geht es im nächsten Teil: Der Flötenunterricht Teil1